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Es ist erstaunlich. 2,5 bis 3 Milliarden Euro erwirtschaften Bienenvölker jährlich durch ihre Bestäubungsleistung für deutsche Landwirte. Trotzdem fristeten sie in den letzten Jahren ein regelrechtes Schattendasein und rückten erst durch den Grad ihrer Gefährdung in den aktuellen Mittelpunkt des öffentlichen Interesses.
Die fortschreitende Zerstörung der Natur, verbunden mit dem Einsatz immer aggressiver werdender Insektizide, ist einer der verantwortlichen Faktoren. Ein Weiterer stellt die zunehmende Überalterung der Imkerschaft dar. Dringend benötigter Nachwuchs bleibt aus. Gründe hierfür sind die Einstiegskosten sowie der erschwerte Zugang zu Tier, Material und angewandtem Wissen.
Während der anfängliche Kapitalaufwand durch gezielten Selbstbau sowie dem Erwerb von gebrauchten Ausrüstungsgegenständen relativ gering gehalten werden kann, gestaltet sich das Erlernen praktischer Völkerführung schwieriger.
Wer nicht gewillt ist, den üblichen und sinnvollen Weg über einen Bienenzuchtverein oder die diversen Bieneninstitute einzuschlagen, hat es schwer. Er kann in der Regel nur autodidaktisch vorgehen und wird den ein oder anderen Rückschlag in Kauf nehmen, da die Völkerführung den regional vorhandenen, klimatischen Besonderheiten angepaßt sein muß. Sie kann nur bedingt angelesen werden.
Weil viele mir bekannte Jungimker aufgrund des fehlenden Zuganges die Imkerei aufgaben, rufe ich diese Seite ins Leben. Sie soll in erster Linie für eine der schönsten und naturverbundensten Beschäftigungen werben und Einsteigern wie Fortgeschrittenen als Anlaufstelle für qualitätsorientierte und praxisnahe Fortbildung dienen.
Ich selbst habe Pädagogik im Nebenfach studiert und kam im Jahr 2000 erstmals mit der Bienenzucht in Kontakt. Kontinuierlich bildete ich mich fort und absolvierte beispielsweise am Fachbereich Bienen und Imkerei Mayen nahezu alle Seminare. Momentan bin ich Bienensachverständiger und Obmann für Bienengesundheit des Kreises Heinsberg. Zum Frühjahr 2010 strebe ich den Seiteneinstieg zum Tierwirt, Fachrichtung Imkerei an und führe zudem einen Bienenzuchtbedarf. Meine Erwerbsimkerei verfügt über einen Vielzahl von Bienenvölkern und wird nach modernsten wissenschaftlichen und technischen Erkenntnissen geführt.


