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DIY-Beutenkarre - eine sinnvolle Investition 

Anatomisch macht es kaum einen Unterschied, in welchem Alter wir uns befinden. Ob mit 20 oder 65 Jahren, unser Rückgrad besteht generell aus einer sensiblen Ansammlung von Knochen, Knorpeln, Muskeln und Nervensträngen.

Wenn sich  diese in regelmäßigen Intervallen schmerzhaft melden, ist es meist zu spät. Wir haben uns körperlich überlastet und sind dabei, den Rücken dauerhaft zu schädigen.

Das kann unter anderem durch die schweren Tragearbeiten innerhalb unserer Imkereien geschehen. Eine volle Honig-Zarge wiegt etwa 30 Kilogramm. Ein bis zum Rand mit Honig gefüllter Stock 50, 60 und auch 70 kg. Unter diesen Gewichten fangen selbst kurze Transportwege an, zur Herausforderung zu werden.

Bei wenigen Völkern sind wir in der Lage, halb gefüllte Honigzargen in den Schleuderraum zu wuchten oder Bienenvölker zargenweise zu transportieren. Steigen die Staatenzahlen, entfallen solche Möglichkeiten aus zeitlichen und wirtschaftlichen Gründen. Gerätschaften müssen angeschafft werden, die unsere Arbeit erleichtern.

Ein erster Schritt in die richtige Richtung, stellt der Bau einer Beutenkarre dar. Er ist einfach, schnell und kostengünstig zu bewältigen, da als Grundlage eine handelsübliche Sackkarre dient. Auf sie wird eine etwa 1,8 cm dicke, massive Stahlstange geschweißt, die den individuell anzupassenden, u-förmigen Tragerahmen aufnimmt. Er besteht aus 3 cm breitem und 3cm tiefem Vierkantrohr, von dem etwa 2,90 m benötigt werden. Mit dem Winkelschleifer in zwei 1,20 m und ein 0,5 m langes Stück zerteilt, kann seine Konstruktion unter Zuhilfenahme von Sackkarre und Referenzbeute beginnen. Bei der Festlegung der Rahmenbreite hat sich ein Spiel von jeweils 2 cm zur Bienenkasten-Wand bewährt. Es sollte auch darauf geachtet werden, daß sich der Rahmen nur von der Beuten-Griffleiste lösen läßt, wenn die abgesetzte Karre leicht nach vorne gekippt wird.

Sind diese Anforderungen erfüllt, werden zu guter Letzt an der Quertraverse  eine Unterlegscheibe als Rutschbegrenzung und ein Loch für den benötigten Sicherungssplint angebracht (siehe Bilder). Ihre Länge sollte so bemessen sein , daß sich der Tragrahmen bei Bedarf abziehen läßt. Hierdurch kann die Sackkarre wesentlich variabler eingesetzt werden.

Als Grundlage meiner Konstruktion dienten Fotos aus Liebig, G., Einfach imkern, Tübinger Chronik 1998.

 

BeutenkarreBeutenkarre mit abgenommenem  RahmenBeutenkarre mit RahmenDetailaufnahme Unterlegscheibe und Splint